Die blaue Brücke

von Ruth G. Gross

erschienen im Februar 2026
Softcover, ca. 464 Seiten
ISBN 978-3-912134-01-8
19,90 €

Roman

Memelland, Ostpreußen: Die Kurische Nehrung in den Jahren 1913 bis 1945 – ein schmaler Sandstreifen zwischen Haff und Ostsee, wo das Licht in allen Blautönen schimmert und eine legendäre Künstlerkolonie, die Thomas Mann, Lovis Corinth, Max Pechstein und andere anzieht.
Heta Blode und der Maler Ernst Mollenhauer gestalten diesen magischen Ort gemeinsam. Heta wird zur Seele der Kolonie, Ernst findet hier seine künstlerische Heimat. Ihre Beziehung ist geprägt von Liebe und Loyalität – und von dem unausgesprochenen Wissen, dass Ernst zweite Wahl ist. Doch die Zeit holt sie ein. Heta handelt – und Jahrzehnte später wird alles in Flammen aufgehen.
Ein atmosphärischer Roman über Kunst, Liebe und Entscheidungen, die ein Leben prägen – und darüber, was verloren geht, wenn politische Gewalt Kulturlandschaften zerstört. Ein Verlust, der über Generationen nachwirkt.

„Poetisch und präzise erzählt Ruth G. Gross von einer Ehe voller Prüfungen und der Befreiung einer Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen will. Kenntnisreich lässt sie eine vergessene Kulturlandschaft erstehen – die Kurische Nehrung mit der legendären Künstlerkolonie Nidden, ihren berühmten Gästen und spektakulärer Natur.“
Martin Hielscher

Die Autorin

Mit «Die blaue Brücke» legt Ruth G. Gross ihren dritten Roman vor. 2019 erschien «Elsas Tochter», 2023 «In meines Vaters Haus».

Was zieht Künstler an einen entlegenen Ort? Was lässt sie dort bleiben, auch wenn die Welt um sie herum zerbricht? Solche Fragen haben Ruth G. Gross nach Nida (Nidden) im heutigen Litauen geführt – an einen Ort, wo Licht und Landschaft zur Inspiration wurden, wo Menschen zwischen den Kriegen nach neuen Wegen suchten. Was sie in Archiven und alten Briefen entdeckt, was ihr in Gesprächen begegnet all das fließt in ihre Romane ein. Nicht als historisches Faktenwissen, sondern als gelebtes Leben.
Ruth G. Gross arbeitet als Psychotherapeutin in München, wo sie mit ihrer Familie lebt. Gerade schreibt sie an einem neuen Projekt über die Entwicklung von Kreativität – denn auch das ist ihre Frage: Wie wir werden, wer wir sind.